01.03.2017
BMBF-Förderung

Versorgungsforschung: Bund fördert Kölner Projekte mit 1,7 Millionen Euro

Versorgungsforschung, Foto: Uniklinik Köln
Versorgungsforschung, Foto: Uniklinik Köln

Das Zentrum für Versorgungsforschung Köln wird gemeinsam mit anderen Partnern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, um den Strukturaufbau in der Versorgungsforschung voranzubringen. Ziel der ausgewählten Projekte ist es, die gesundheitliche Versorgung im Raum Köln zu verbessern. Gefördert wird das Netzwerk mit insgesamt 1,7 Millionen Euro.

Das Netzwerk macht Köln zu einer Modellregion für die Verbesserung der medizinischen und sozialen Versorgung in Deutschland. Das wesentliche Ziel des Cologne Research and Development Network (CoRe-Net), so der Name, ist es, die Forschung und Versorgungspraxis in Köln näher zusammenzubringen. Hierzu werden Strukturen geschaffen, die den Austausch untereinander fördern und innovative Versorgungsprojekte im Raum Köln ermöglichen. Gefördert wird das auf Dauer angelegte Netzwerk zunächst für die kommenden drei Jahre.

Im Rahmen von CoRe-Net werden drei Teilprojekte durchgeführt. Diese untersuchen die sektorenübergreifende Versorgung spezifischer Patientengruppen in Köln. Des Weiteren geht es den Wissenschaftlern darum, Faktoren zu identifizieren, die eine patientenzentrierte Versorgung fördern beziehungsweise hemmen. Parallel hierzu bauen die Forscher eine einzigartige Datenbank für Köln auf. Diese beinhaltet unter anderem Daten der Krankenkassen.

Die drei Teilprojekte:

Last year of life study in Cologne (LYOL-C)

Dieses Projekt erforscht das letzte Lebensjahr von in Köln verstorbenen Patientinnen und Patienten. Beispielsweise geht es um die Fragen, welche Akteure an der Versorgung im letzten Jahr beteiligt sind, wo beziehungsweise in welchen Institutionen die Menschen versterben und was sich Angehörige und Betroffene von den Versorgungsakteuren wünschen?

Antragsteller: Prof. Raymond Voltz, Dr. Julia Strupp (Zentrum für Palliativmedizin, Uniklinik Köln), Prof. Christian Rietz (Department für Heilpädagogik, Universität zu Köln) 

Quality of care regarding the detection and treatment of mental disorders in patients with coronary heart disease in Cologne (MenDis-CHD)

In diesem Projekt wird der Versorgungsverlauf von Menschen mit einer chronischen Herzerkrankung (CHD) und einer psychischen Begleiterkrankung betrachtet. Hierzu werden Betroffene, Angehörige und die jeweiligen Versorgungsakteure gemeinsam befragt.

Antragsteller: Prof. Christian Albus (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Uniklinik Köln), Prof. Frank Jessen (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Köln), Prof. Frank Schulz-Nieswandt (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie, Universität zu Köln)

Characteristics of value-based health and social care from organizations’ perspectives (OrgValue)

Im Rahmen des dritten, übergreifenden Projekts werden die in Projekt 1 und 2 beteiligten Versorgungsorganisationen unter anderem hinsichtlich ihrer Patientenorientierung untersucht – wobei auch ökonomische Aspekte betrachten werden. Alle Ergebnisse werden in den jährlich stattfindenden Netzwerk-Konferenzen mit den Mitgliedern aus Praxis und Forschung diskutiert.

Antragsteller: Junior-Prof. Lena Ansmann, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Universität zu Köln), Prof. Stephanie Stock (Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln), Prof. Ludwig Kuntz (Seminar für Allgemeine BWL und Management im Gesundheitswesen, Universität zu Köln).

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