Palliativmedizinische Frühintegration bei Glioblastom

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Eine randomisierte Phase III klinische Studie (EPCOG)

Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. med. Heidrun Golla
Klinisches Projektmanagement: Dr. rer. nat. Charlotte Nettekoven
Projektmanagement (Zentrum für Klinische Studien Köln): Irini Papachristou
Laufzeit: 11/2018 - 10/2023
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, Förderkennzeichen [FKZ]: 01GY1703)

Projektkurzbeschreibung

Eine proaktive, palliativmedizinische Frühintegration bei systemischen Tumorerkrankungen kann sich u.a. positiv auf die Lebensqualität und Depressivität der Patientinnen und Patienten auswirken sowie aggressive Therapien am Lebensende vermeiden und mitunter die Lebensspanne sogar verlängern. Weiterhin kann die Angehörigenbelastung gesenkt werden. Diese Vorteile konnten bereits für verschiedene systemische Tumorerkrankungen nachgewiesen werden. Es existieren jedoch noch keine Daten über den Effekt der palliativmedizinischen Frühintegration bei Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren, wie solche mit einem Glioblastom (und deren Bezugspersonen).

Bislang werden Glioblastom-Patientinnen und Patienten im Vergleich zu anderen Tumorerkrankungen weniger häufig palliativmedizinischen Angeboten zugeführt. Ein Grund hierfür könnten die speziellen Herausforderungen der Patienten sein, welchen nicht durch einen einheitlichen palliativmedizinischen Ansatz begegnet werden kann. Die Lage und Schnelligkeit des Tumorwachstums bedingen schwerwiegende, sich rasch entwickelnde, neuropsychiatrische, ihr Leben tiefgreifend verändernde Symptome. Auch die Last der pflegenden Bezugspersonen (z.B. Angehörige, Freunde) spielt hier eine große Rolle.

In dieser Studie möchten wir daher die Wirksamkeit einer palliativmedizinischen Frühintegration bei Glioblastom-Patientinnen und Patienten sowie deren Bezugspersonen überprüfen. An dieser Studie können Patientinnen und Patienten sowohl mit einem neu diagnostizierten Glioblastom als auch mit einem Rezidiv teilnehmen. Außerdem sollen auch die pflegenden Bezugspersonen in die Studie eingeschlossen werden. Die multizentrische Studie wird neben der Uniklinik Köln (Zentrum für Palliativmedizin, Zentrum für Neurochirurgie, Institut für Medizinischen Statistik und Bioinformatik, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Zentrum für Klinische Studien Köln) noch an vier weiteren Unikliniken in Deutschland (Studienzentren: Aachen, Bonn, Freiburg und München) durchgeführt. (Weitere Informationen: DRKS00016066)

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