06.02.2017
Palliativzentrum

Tag der offenen Tür im Dr. Mildred Scheel-Haus

Dr. Mildred Scheel-Haus, Foto: Uniklinik Köln

Anlässlich des ersten Patiententages des Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) der Uniklinik Köln öffnete auch das Dr. Mildred Scheel-Haus am 4. Februar - dem Weltkrebstag - seine Pforten für Interessierte und Betroffene. Das Zentrum für Palliativmedizin ist Mitglied und Kooperationspartner im CIO. Nicht zuletzt durch die gemeinsam Entwicklung und aktive Umsetzung eines umfassenden palliativen Versorgungskonzeptes in den letzten Jahren leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung des CIO als „Onkologisches Spitzenzentrum“ durch die Deutsche Krebshilfe. Weitere Informationen

Aber nicht nur die enge Zusammenarbeit mit dem CIO hat für unser Palliativzentrum eine wichtige Bedeutung. „Zusammen mit der Akademie der Deutschen Krebshilfe sind wir seit über 25 Jahren im Dr. Mildred Scheel-Haus beheimatet und gemeinsam für schwer an Krebs erkrankte Menschen aktiv“, so Professor Raymond Voltz, Direktor des Zentrums. So lag es nahe, dass sich beide Einrichtungen gemeinsam an diesem Tag präsentierten und für Fragen und Anliegen rund um die palliativmedizinische Versorgung und Fortbildungsangebote zur Verfügung standen.

Ein vielfältiges Angebot im Haus selbst und ein Vortrag im Hauptprogramm des Patiententages im CIO boten Informationen rund um Fragen der palliativmedizinischen Versorgung im Falle einer Krebserkrankung. Professor Raymond Voltz sprach in seinem Vortrag insbesondere darüber, wie sinnvoll es ist, schon frühzeitig im Verlauf der Erkrankung bereits an die Vorteile einer palliativmedizinischen Mitbehandlung zu denken. „Dabei kommt es besonders auf die Behandlung der körperlichen Symptome und Beschwerden an, aber auch auf das offene Ansprechen der Behandlungsmöglichkeiten im Falle eines ungünstigen Verlaufs der Erkrankung“, so Voltz.

Im Dr. Mildred Scheel-Haus gab es Vorträge zu den Angeboten palliativmedizinischer Versorgung des Palliativzentrums, zu den Möglichkeiten der Schmerztherapie, zur Bedeutung ehrenamtlicher Begleitung sowie zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Dieses Thema war von besonderem Interesse.

Darüber hinaus hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ein Patientenzimmer zu besichtigen, an Führungen durch das gesamte Zentrum teilzunehmen und an verschiedenen Informationsständen einen tieferen Einblick in die Arbeit des Zentrums, des Hospizdienstes und des Fördervereins zu erhalten. An der Kaffeebar, die während des gesamten Tages geöffnet war, hatte jeder Gast die Möglichkeit, zwanglos mit Betroffenen, Angehörigen und Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Mitglieder des Vorstandes des Fördervereins engagierten sich für einen erfolgreichen Verlauf des Tages. Neben den offiziellen Angeboten und Programmpunkten blieb auch ausreichend Zeit auch für intensivere Gespräche. Bisweilen kamen dabei auch individuelle Fragen, persönliche Schicksale und vorhandene Berührungsängste zur Sprache.

Insgesamt besuchten rund 60 Interessierte das Dr. Mildred Scheel-Haus. Diese Zahl und der rege Diskussionsbedarf haben gezeigt, dass Themenauswahl und Format des Tages treffend und ansprechend waren.  Die Anliegen der Palliativmedizin konnten wieder ein Stück bekannter gemacht werden und vielleicht hat der ein oder andere Gast an diesem Tag einen neuen Zugang dazu gefunden.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für das Engagement aller Helferinnen und Helfer!

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