
Am 9. Oktober hat im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) das Abschlusssymposium zum Projekt LAUT (Letzthelfende am Arbeitsplatz für einen sensiblen Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer) stattgefunden. Unter dem Titel „Betriebliche Letzthelfende – ein innovatives Konzept für Unternehmen?” diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Bedeutung und Chancen des Projekts, das am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln durchgeführt wurde.
Im Fokus standen die Sensibilisierung von Unternehmen für die Themen schwere Krankheit, Sterben, Tod und Trauer sowie die Etablierung von Letzthelfenden – speziell geschulte Mitarbeitende, die Kolleginnen und Kollegen in schwierigen Situationen begleiten und unterstützen. Das Projekt zeigt Wege auf, wie betriebliche Strukturen menschlicher und unterstützender gestaltet werden können.
Im Rahmen des Symposiums wurden wissenschaftliche Forschungsergebnisse vorgestellt, die den Ist-Zustand in Unternehmen, den Bedarf und die Wirkung der im Projekt durchgeführten Letzte-Hilfe-Kurse belegen sowie aufzeigen, wie diese am Arbeitsplatz integriert werden könnten. Zudem wurde ein Factsheet mit den wichtigsten Ergebnissen und Handlungsempfehlungen präsentiert, das Unternehmen als praktischer Leitfaden dient.
Das Symposium bot Raum für den Austausch bewährter Praxisansätze, die Reflexion über Herausforderungen und die gemeinsame Entwicklung des im Projekt erarbeiteten Konzepts für betriebliche Letzthelfende. Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt, um die Themen Sterben und Trauer in der Arbeitswelt sichtbarer und greifbarer zu machen.
Weitere Informationen zum Projekt und zum Abschlusssymposium finden Sie unter www.letzthelferamarbeitsplatz.de.