Bedürfnisse von Menschen mit Demenz in ihrer Endphase erkennen und angehen

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Implementierung eines Arbeitsinstruments in die tägliche Pflege in der ambulanten und stationären Altenpflege

Projektleiter: Dr. Klaus Maria Perrar, Prof. Dr. Raymond Voltz
Kontakt: Holger Schmidt, Yvonne Eisenmann
Laufzeit: 09/2015 - 08/2017
Fördernde Institution: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Projektkurzbeschreibung

Menschen mit schwerer Demenz am Ende ihres Lebens werden oft nicht ausreichend betreut. Ihre begrenzten verbalen Kommunikationsmöglichkeiten führen zu einem erschwerten Zugang zu ihrer Bedürfniswelt und zur Notwendigkeit einer sensiblen Begleitung. Auf dieser Basis wurde eine Arbeitshilfe für die stationäre Altenpflege entwickelt. Auf der einen Seite soll dies den Betreuern helfen, die Bedürfnisse von Menschen mit schwerer Demenz in der Endphase ihres Lebens zu erkennen. Andererseits bietet sie Vorschläge, wie den Bedürfnissen entsprochen werden kann. Ziel der Studie ist es, die Arbeitshilfe in der Pflegepraxis der ambulanten und stationären Altenpflege umzusetzen und die Auswirkungen auf die Betreuung von Menschen mit schwerer Demenz in der Endphase des Lebens zu erfassen.

Das quasi experimentelle Studiendesign beinhaltet eine Pilotphase, in der die Arbeitshilfe zunächst an die spezifischen Anforderungen des Pflegepersonals angepasst wird. Zu diesem Zweck werden Fokusgruppen durchgeführt, auf deren Basis ein Einführungskonzept (z.B. Training oder Informationsveranstaltung) für die anschließende Umsetzungsphase entwickelt wird. Krankenschwestern aus zehn ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen nutzen das Arbeitsmittel dann zwölf Wochen lang in der täglichen Pflege. Um mögliche Auswirkungen auf die Arbeitssituation und die Lebensqualität von Menschen mit schwerer Demenz zu veranschaulichen, werden vor und nach der Umsetzung der Arbeitshilfe schriftliche Befragungen durchgeführt (One Group Pretest Post-Test Design).

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