Schulungskonzept zum Umgang mit Todeswünschen

Entwicklung und Evaluation eines Schulungskonzeptes zum Umgang von Professionellen mit Todeswünschen von onkologischen Patienten

Projektleitung: Prof. Dr. R. Voltz
Ansprechpartner: V. Romotzky, G. Frerich. Dr. M. Galushko
Laufzeit: 04/2015 - 03/2017
Fördernde Institution: Wilhelm-Sander Stiftung

Projektkurzbeschreibung:

Todeswünsche gehören zum Alltag palliativmedizinischer Versorgung von Tumorpatienten, ob in spezialisierten Einrichtungen oder allgemein onkologischer Praxis. Eine möglichst frühzeitige und effektive Intervention bei Todeswünschen durch einen bedürfnisorientierten Umgang mit diesen ist für die klinische Versorgung relevant, da das Leid, das in diesem Wunsch ausgedrückt wird, hierdurch gemildert werden kann. Wie Studien zeigen, herrscht hier bei den Versorgern zum Teil eine große Unsicherheit in der Reaktion auf dieses Thema. Für die klinische Krebsforschung und auch Krebstherapie sind ein fundiertes Verständnis zum Todeswunsch von besonderer Bedeutung, um Krebspatienten eine umfassende medizinische Behandlung anbieten zu können, die auch psychologische Bedürfnisse ausreichend einbezieht.

Bei einer zuvor durchgeführten Untersuchung zu den Reaktionen erfahrener Versorger auf Todeswünsche fand sich unter sämtlichen Vertretern der untersuchten Berufsgruppen der multiprofessionellen Teams (Ärzte, Pflegende und psycho-sozial-spirituelle Berufsgruppen) regelmäßig der Wunsch nach einer Steigerung ihrer Kompetenzen im Umgang mit Todeswünschen, aber auch der kommunikativen Fähigkeiten im Team sowie gegenüber dem Patienten. Um einen effektiveren und selbstbewussteren Umgang mit Todeswünschen zu erlernen, wurde daher vielfach eine vertiefende gemeinsame Schulung gewünscht.

Im Rahmen dieses Projektes soll ein Schulungskonzept zum Umgang von Professionellen mit Todeswünschen entwickelt werden. Grundlage für die Festlegung der Schulungsbereiche sind zum einen Erhebungen des Bedarfs für die Praxis, der in Fokusgruppen mit Experten von Palliativmedizin und Onkologie erhoben wird sowie zu den weiteren Empfehlungen in Guidelines und Literatur. Anschließend soll diese Schulung durchgeführt und evaluiert werden.

Übergeordnete Ziele des hier geplanten Projektes sind:

  • sicherer und verbesserter Umgang mit Krebspatienten, die Todeswünsche äußern und die Ermutigung für Patienten, dass sie diese Gedanken aussprechen dürfen
  • Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten
  • Verbesserung des Verständnisses von Todeswünschen
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