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MS-Beratungshotline

Palliative Beratungshotline für Menschen mit schwerer Multiple Sklerose

Das Zentrum für Palliativmedizin bietet in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) eine deutschlandweite Beratungshotline für schwer an Multipler Sklerose (MS) erkrankte Menschen an. Betroffene, Angehörige und Versorger erhalten eine schnelle und unkomplizierte Beratung über die Möglichkeiten der palliativen und hospizlichen Versorgung in ihrer individuellen Situation.

Telefonnummer: 0221 478-98400

Sprechstunde: jeden Mittwoch von 9:00-11:00 Uhr

Auch außerhalb der Sprechstunde ist das Beratungstelefon erreichbar. Die Anfragen werden über Anrufbeantworter aufgezeichnet. Sie erhalten einen zeitnahen Rückruf.

Infoflyer zum Herunterladen

Erste Erfahrungen mit der Beratungshotline:
Im ersten Jahr gingen mehr als 150 Anrufe ein, überwiegend von Patienten und deren Angehörigen, aber auch von professionellen Helfern. Für mehr als ein Drittel der Betroffenen wurde das Hinzuziehen von palliativen oder hospizlichen Versorgungsstrukturen als sinnvoll erachtet und es wurden entsprechende Informationen und Kontakte vermittelt.

Die geschilderten Problemlagen der Patienten deuten in gut der Hälfte (49%) der Fälle auf typische Symptome bei MS hin, so zum Beispiel eingeschränkte Mobilität, Sprechschwierigkeiten und Probleme bei Harn- und Stuhlentleerung. Jedoch berichteten Anrufer in 35% der Fälle auch von psychosozialen Problemen (u.a. unpassende Wohnsituation, psychische Belastungen, Probleme in der Beziehung) und in 28% der Fälle typische palliative Symptome wie Schmerzen und Atembeschwerden. Vereinzelt äußerten die Anrufer den Wunsch, Themen wie Sterben und den Tod zu besprechen.

Die Anrufe des ersten Jahres zeigen, dass das Aufklären und Beraten über palliative und hospizliche Versorgungsmöglichkeiten für die Gruppe der schwer an MS erkrankten Menschen und ihren Angehörigen eine sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden Versorgung darstellt und diese Strukturen in Zukunft stärker in die Versorgung der Menschen mit schwerer MS eingebunden werden sollten.

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